CDIR-Mauerwanderung und Beijing Water Town im April 2026

Peking, den 25. April.

Am Morgen startete die Gruppe vom Campus aus mit dem Bus Richtung Norden. Aufgrund einiger Abstimmungsschwierigkeiten mit dem Busfahrer begann die Fahrt zwar leicht verspätet, die gute Stimmung blieb davon jedoch unberührt. Während der etwa zweistündigen Fahrt wurden gemeinsam Schokolade geteilt, etwas Schlaf nachgeholt und sogar „Montagsmaler“ auf einem mitgebrachten Whiteboard gespielt. Einige deutsche Studierende waren bereits zuvor individuell angereist und konnten deshalb leider nicht mehr am gemeinsamen Tagesprogramm teilnehmen.

Nach der Ankunft in Gubei Water Town musste es zunächst schnell gehen – der Hunger nach der langen Fahrt war deutlich spürbar. Das gemeinsame Mittagessen erwies sich anschließend als voller Erfolg: Mit bekömmlichen Speisen, wenig Knochen und einer großen Auswahl an Gemüse-, Fleisch- und Suppengerichten konnten sich alle für die bevorstehende Wanderung stärken. Besonders die unbekannten Zutaten sorgten für Gesprächsstoff. Manche Bambus- oder Lotuswurzelgerichte ließen sich nur schwer übersetzen – ein kleiner „lost in translation“-Moment des deutsch-chinesischen Austauschs, der dem Geschmack jedoch keinen Abbruch tat. Beim gemeinsamen Essen achteten die Studierenden aufmerksam darauf, die Speisen fair miteinander zu teilen.

Im Anschluss entschied sich die Gruppe einstimmig für die Auffahrt mit der Seilbahngondel, um anschließend den angenehmeren Weg entlang der Mauer bergab wandern zu können. Die beeindruckenden Ausblicke auf die Berge und die sich durch die Landschaft ziehende Große Mauer führten immer wieder zu spontanen Foto-Pausen.

Während sich zu Beginn des Ausflugs noch eher deutsche und chinesische Grüppchen gebildet hatten, wurde auf Initiative des CDIR-Vizedirektors der letzte Abschnitt der Wanderung bewusst in kleinen gemischten Zwei- oder Dreiergruppen zurückgelegt. Ziel war es, sich persönlicher kennenzulernen und mehr über die Interessen, Zukunftspläne und Hobbys der jeweiligen Austauschpartner zu erfahren. Die Ergebnisse dieser Gespräche wurden später beim Abendessen vorgestellt und sorgten sichtbar für eine offenere und vertrautere Atmosphäre innerhalb der Gruppe.

Nach der Rückkehr in die Wasserstadt ließ die Gruppe den Tag bei einem idyllischen Abendessen ausklingen. Anschließend bildete eine gemeinsame Wasser- und Lichtshow den stimmungsvollen Abschluss des Ausflugs, der für viele noch durch ein Softeis abgerundet wurde. Glücklich, erschöpft und voller neuer Eindrücke trat die Gruppe schließlich die Rückfahrt zum Campus an. Selbst eine zusätzliche Stunde Stau konnte die gute Stimmung nicht wesentlich trüben.

Der Ausflug erwies sich insgesamt als voller Erfolg. Neben den eindrucksvollen kulturellen und landschaftlichen Erfahrungen wurde insbesondere auch der deutsch-chinesische Austausch außerhalb des juristischen Studienalltags nachhaltig gestärkt