Praxisnahe Einblicke in deutsch-chinesische Zusammenarbeit: Exkursion des CDIR zum German Centre Beijing

Im Rahmen seines praxisorientierten deutsch-chinesischen Austauschprogramms organisierte das CDIR einen gemeinsamen Besuch des German Centre Beijing. Zusammen fuhren die Studierenden am Nachmittag vom Campus mit der Metro in den Pekinger Stadttei, der früher als „Lufthansa Area“ bekannt war, wo sich das German Centre als bedeutender Büro- und Netzwerkstandort für deutsche Unternehmen und Institutionen in China etabliert hat. Der Gebäudekomplex vereint heute über 70 deutsche Unternehmen, Kanzleien und Organisationen und dient zugleich als Plattform für wirtschaftlichen, politischen und akademischen Austausch zwischen Deutschland und China.

Gruppenbilder mit den vorstellenden Experten: Frau Wang Jingyi von der Rechtskanzlei WZR (Bild links) und mit Frau Liu Yanan von der AHK (Bild rechts).

Im Mittelpunkt des Besuchs standen mehrere Institutionen und Organisationen, die den Studierenden Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder mit internationalem Bezug ermöglichten. Zunächst empfing die Wirtschaftskanzlei WZR Law Firm die Gruppe. Dort stellte Senior Associate Wang Jingyi die Tätigkeit der Kanzlei vor und beantwortete zahlreiche Fragen der Studierenden zu juristischen Berufsperspektiven, aktuellen rechtlichen Entwicklungen sowie praktischen Anforderungen des Kanzleialltags. Besonderes Interesse zeigten die Teilnehmenden an Themen wie Datenschutzrecht, der Nutzung Künstlicher Intelligenz im juristischen Arbeitsalltag sowie an Fragen zur juristischen Fallanalyse und wissenschaftlichen Schreibpraxis – Frau Wang bestätigte u.a. die hohe Relevanz des juristischen Gutachtenstils für die praktische Arbeit in der Kanzlei. Der offene Austausch wurde von beiden Seiten sehr positiv aufgenommen; mehrere Studierende äußerten zudem großes Interesse an möglichen Praktikumsperspektiven.

Anschließend erhielten die Teilnehmenden beim DAAD, vertreten durch Max Greve-Gao, Einblicke in die vielfältige internationale Arbeit der Organisation. Vorgestellt wurden insbesondere die umfangreichen China-Aktivitäten des DAAD sowie die Förderung akademischer Austausch- und Kooperationsprojekte zwischen deutschen und chinesischen Hochschulen, zu denen auch das CDIR zählt. Für viele Studierende bot der Besuch wertvolle Informationen über internationale Fördermöglichkeiten und wissenschaftliche Vernetzung.

Darüber hinaus stellte Projektmanager Felix Wiebe den Studierenden die Arbeit des German Centre Beijing näher vor. Im Fokus standen dabei die Rolle des German Centre als Anlaufstelle für deutsche Unternehmen in China sowie dessen Funktion als Vernetzungsplattform zwischen Wirtschaft, Politik und internationalen Akteuren. Die Studierenden erhielten hierbei einen praxisnahen Eindruck davon, wie deutsch-chinesische Wirtschaftsbeziehungen vor Ort begleitet und unterstützt werden.

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der German Chamber of Commerce in China (AHK Peking). Dort wurden die vielfältigen Dienstleistungen und Unterstützungsangebote für deutsche Unternehmen in China vorgestellt. Die AHK fungiert als wichtiges Kompetenzzentrum mit enger Vernetzung in Wirtschaft und Verwaltung in China und betreut vor Ort ein großes Netzwerk von Mitgliedsunternehmen. Besonders interessant für die Studierenden waren die Einblicke in die praktische Arbeit internationaler Wirtschaftsvertretungen sowie in aktuelle Entwicklungen der deutsch-chinesischen Wirtschaftskooperation.

Im Anschluss nutzte die Gruppe die Gelegenheit, auch andere exotischere Büros des German Centre näher kennenzulernen- so hatte die Gruppe u.a. die Auslandsvertretung von Irland, das unscheinbare Pekinger Büro der Bundesliga Deutschland und die für die Studierenden höchstrelevante Akademische Prüfungsstelle der deutschen Botschaft zumindest von außen besichtigen können.

Den Abschluss des gelungenen Nachmittags bildete ein gemeinsamer Besuch des Einkaufs- und Freizeitkomplexes Solana Lifestyle Shopping Park. Bei einem gemeinsamen Speiseeis ließen die Studierenden die vielfältigen Eindrücke und Gespräche des Tages Revue passieren und nutzten die Gelegenheit zum weiteren Austausch.

Die Exkursion bot den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in unterschiedliche internationale Tätigkeitsfelder an der Schnittstelle von Recht, Wirtschaft, Wissenschaft und Diplomatie und stärkte zugleich den deutsch-chinesischen Austausch innerhalb der Studierendengruppe.